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Mittwoch, 17. Januar 2018

[ #Migration ] Wussten Sie, dass ...

Wussten Sie, dass ...

"Fremdhäßige" in der Vorarlberger Umgangssprache Menschen mit "migrantischem Hintergund" sind? 


Sie heißen so, weil sie eine andere Kleidung (Vorarlberger Mundart: "Häß" = Kleidung, Gewand) tragen. 

Migrantischer Hintergund. Das Wortpaar "migrantischer Hintergrund" hat den Beigeschmack von Apartheid und tatsächlich dient er meist dazu, die Menschen und selbst die Österreicher auseinander zu dividieren. Denn Fakt ist, dass es selbst in dem seit Jahrhunderten multikulturellen Wien nur 24 Prozent "Ausländer" gibt, in Vorarlberg 14 Prozent, detto in Salzburg und schon in Tirol liegt man mit 12,4 unter dem österreichischen Durchschnitt von 12,5 Prozent. Alle anderen "Fremden" haben eine österreichische Staatsbürgerschaft und nicht wenige der jüngeren davon haben beim österreichischen Bundesheer gedient.

Hat Heimat für Sie eine Flagge?. Die berühmte Frage des Schweizer Autors Max Frisch „Hat Heimat für Sie eine Flagge?“ stellt sich im politischen Tagesgeschehen heute täglich. Dabei ist die Vorarlberger "Migrationsgeschichte" mehr als tausend Jahre alt. Die ersten Menschen in Vorarlberg standen bereits in regem Kontakt zu den Nachbarn nördlich und südlich der Alpen, und waren selbst bereits Zuwanderer. Ein autochthones, originäres Vorarlberger Volk hat es nie gegeben. Immer war es ein sich ständig änderndes Gemisch. Und dieser "guten Mischung" verdanken wir unseren Wohlstand. Und niemand von uns ist ohne "migrantischen Hintergrund".

Auswanderung. Die Geschichte der Schwabenkinder, Krauthobler und Brasilienauswanderer zählen wir zur Geschichte und vergessen, dass auch das Armutsmigration war, dass dasWirtschaftsflüchtlinge aus Vorarlberg waren. Die ganze Wahrheit heute aber ist die: Vorarlberg ist heute wieder ein Auswanderungsland! Allein um diese Abwanderung in andere Bundesländer zu kompensieren braucht Vorarlberg zwingend Zuwanderung. Aber auch ins Ausland wandern die Vorarlberger ab. Während aus Österreich mit einer Bevölkerungszahl von 8,5 Millionen Menschen mit Stand 1.1.2014 nur 5.992 Österreicher ins Ausland verzogen sind, sind es allein in Vorarlberg von 375.000 Bevökerung 525 Mitbürger die im Ausland ihr Glück suchen!

Stadtluft. Migration wertet besonders Städte auf. Es ist wissenschaftlicher Konsens, dass Wanderungen historisch gesehen als Normalität zu betrachten sind und jede Geschichte des Menschen und der Städte auch als eine Geschichte von Migration und Wanderung dargestellt werden kann. Und Städte sind immer Ziel der Wanderbewegungen. 60 Prozent der Bevökerung der EU leben heute in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern. Beweggründe um in die Stadt zu ziehen sind meist Arbeit und Beruf, Bildung und Ausbildung sowie die Steigerung der Lebensqualität allgemein. Die Migration füllt nicht nur die Städte auf, sie wertet sie auch auf, sie ist Träger von Vielfalt und Motor für neue Entwicklungen. Dies gilt umso mehr in Zeiten globaler Vernetzung durch die rasante Entwicklung von Informations- und Transporttechnologien, in denen Globales und Lokales auf neue Art aufeinander trifft und zu immer neuen Verbindungen führt. Eine Öffnung zur Welt.

Stadtluft macht frei. ⇢      


Sonntag, 8. März 2015

[ #Frauen ] Wussten Sie, dass Dornbirns Frauen skandallös wenig verdienen?


Wussten Sie, dass ... 
... eine Wienerin im Durchschnitt einen Kleinwagen mehr als eine Vorarlbergerin verdient? Jedes Jahr!
So verdient eine Frau in Wien bei Vollzeitbeschäftigung über 8000 Euro im Jahr mehr als eine Vorarlbergerin. Und in Wien ist der Einkommensunterschied, wenn man alle Einkommensbezieher zusammenrechnet, also auch Teilzeitbeschäftigte, mit 36,6 Prozent "Überzahlung der Männer" immer noch geringer als in Vorarlberg bei den Vollzeitbeschäftigten allein. Ein vollzeitbeschäftigter Vorarlberger Mann verdient im Bezirk Dornbirn um 44,2 Prozent mehr Geld, das sind im Jahr fast 15.000 Euro - als seine vollbeschäftigte und meist doppelbelastete Frau nach Hause bringt.

Die Stadt Dornbirn. Die Statistik Österreichs Städte in Zahlen weist für 11.548 Männer Bruttobezüge von 432.680.000 Euro aus. Das sind pro Mann 37.468 Euro durchschnittlich im Jahr. Bei den 10.748 beschäftigten Dornbirner Frauen beläuft sich das gesamte Jahreseinkommen auf 228.182 Euro.Die Statistik sagt leider nichts über die Beschäftigungsdauer aus. Wie auch immer: Die Dornbirner Männer bringen 76,4 % mehr Geld nach Hause als die Frauen.

Wer da was ändern will, der muss bei der Kinderbetreuung ansetzen. Aber das scheint kaum jemanden in der Stadtverwaltung zu interessieren. Im September solllen nach Beschluss durch ÖVP und Grüne (!!!) die Kindergartentarife weiter steigen. Dort macht man lieber Kindergartenbilder mit der Bürgermeisterin als Kindergärten und Schulen frauen- und familienfreundlich zu machen. 
Arabische Verhältnisse. Damit liegt Vorarlberg bei der Schlechterbehandlung der Frauen im internationalen Vergleich so etwa gleichauf mit den arabischen Staaten. Aber hoppla, auch das stimmt nicht ganz: Die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen sind selbst in der Türkei kleiner!

Stadtluft macht frei. ⇢      


Sonntag, 22. Februar 2015

[ #Stadtentwicklung ] Wussten Sie, dass die 10.größte Stadt Österreichs zersiedelt ist?

Wussten Sie,
... dass Dornbirn -  die 10.größte Stadt Österreichs - zersiedelt ist?

Mehr Stadt. In Dornbirn sind von 10.561 Gebäuden 9.550 Wohngebäude. Davon werden 7.928 Gebäude nur mit ein oder zwei Wohnungen genutzt. Gerade mal 1.622 beherbergen drei oder mehr Wohneinheiten. 83 Prozent der Gebäude weisen mit maximal 2 Wohnungen eine geringe Dichte aus. Welche Probleme es aus der demografischen Entwicklung ergibt, ist dabei noch nicht einmal bedacht.

In Vorarlberg, das besteht aus 96 meist kleinen Gemeinden, also viel Dorf und Land,  sind von insgesamt  98.469 Gebäuden 75.764 mit ein oder zwei Wohnungen und 12. 668 Gebäude mit mehr als drei Wohnungen. Trotz des weitgehend ländlichen Charakters sind dort mit 85,7 % kaum mehr Ein- oder Zweiwohungshäuser.

Anderswo. Schon in der vergleichsweise erheblich kleineren und damit scheinbar weniger urbanen Stadt Feldkirch sind nur 80 Prozent der Wohngebäude mit nur einer oder zwei Wohnungen belegt. Oder um einen Vergleich aus Anderswo zu holen: Steyr ist die drittgrößte Stadt Oberösterreichs und mit 38.000 Einwohnern die zwölftgrößte Stadt Österreichs. Dort sind von 5.848 Wohngebäuden 3.839 Häuser mit drei oder mehr Wohnungen. Nur knapp 66 % der Häuser sind Ein- oder Zweiwohnungshäuser.

Für die zehntgrößte Stadt Österreichs, Dornbirn,  beweist das einen Mangel an Urbanismus und Wohnungen. Und die Diskussion um Messepark und Innenstadt erübrigt sich schnell, denn für beide Zentren muss der Dornbirner weite Wege in Kauf nehmen, ganz gleich ob mit dem Bus oder dem eigenen Auto. Und bei vollen Einkaufstaschen ist allemal das Auto und nicht das Fahrrad oder der Bus das wahrscheinlichste Verkehrsmittel. Für immer mehr ältere Menschen - die demografische Entwicklung geht auch an Dornbirn nicht vorbei - werden die täglichen Erledigungen zur Qual.

Wohnbau ist Stadtentwicklung. Die stadtplanerischen Aufgaben liegen daher zuerst in der Forcierung des gemeinnützigen Wohnungsbaus in den Zentren, in einer Stadt der kurzen Wege, und nicht in einer Verwaltung der Zersiedelung, des Landschaftsverbrauchs und sinnloser Mobilitätskosten. Wenn man den schon bescheidenen gemeinnützigen Wohnbau an die Ränder verlegt, dann werden die BewohnerInnen nicht nur dort einkaufen wo es für sie am bequemsen erscheint, sie haben auch sinnlose Mobilitätskosten zu tragen. Nicht nur beim Einkauf, auch für ihre täglichen Wege: Zur Arbeit, zu den Behörden, zum Arzt,zu den Sport- und Kulturstätten,  zu Schulen und anderen Einrichtungen.

Das scheint die Stadtpolitik wenig zu interessieren. Auch die nicht, die sonst für ökologische Veränderung stehen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Stadtluft macht frei. ⇢  

Freitag, 30. Januar 2015

[ #Bürgerpolitik ] Gebhard Greber: Stadt Dornbirn soll gegen Handelsabkommen votieren


Gefahren für Städte und Gemeinden – Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung. Die hohen sozialen und ökologischen Standards in Europa schützen!

Die Dornbirner SPÖ beantragt bei der kommenden Stadtvertretungssitzung am 5. Februar eine Resolution an die Bundesregierung, die Nationalratsabgeordneten, die EU-Kommission, das EU-Parlament und die EU-Abgeordneten gegen die Handelsabkommen TTIP, CETA und TiSA in der aktuell bekannten Form.

Derzeit verhandelt die EU mehrere Handelsabkommen und damit weitere Deregulierungsmaßnahmen, darunter ein Abkommen mit den USA (TTIP), mit Kanada (CETA) und mit 21 Ländern der WTO über Dienstleistungen (TiSA), die alle Lebensbereiche betreffen. Obwohl die Verhandlungen völlig intransparent verlaufen, reichen die Informationen, die durchsickern, aus, um die großen Gefahren – auch für Städte und Gemeinden – zu erkennen und die Abkommen in geplanter Form massiv zu bekämpfen.

Bei den Verhandlungen beispielsweise zwischen der EU und den USA um das Transnationale Investitions- und Freihandelsabkommen (TTIP) geht es nicht nur um Warenhandel, sondern in nicht geringem Umfang um den Handel mit Dienstleistungen. Nicht nur um Dienstleistungen, die von Privatpersonen oder Unternehmen erbracht und in Anspruch genommen werden, sondern auch um öffentliche Dienstleistungen.

Die geplanten Abkommen haben daher weitreichende Auswirkungen auf die Eigenständigkeit der Gemeinden, auf die kommunale Selbstbestimmung, insbesondere auf den öffentlichen Dienstleistungssektor und die öffentliche Auftragsvergabe.

Die geplanten Deregulierungsmaßnahmen betreffen alle Lebensbereiche, insbesondere die kommunale Daseinsvorsorge. Dazu zählen alle öffentlichen Dienstleistungen, die den sozialen Zusammenhalt fördern und zu denen alle BürgerInnen freien Zugang haben müssen. Geht es nach den Plänen der neoliberalen Deregulierer, kann die Stadt die öffentlichen Dienstleistungen nicht mehr selbst erbringen oder selbst vergeben. Die zwingende Gleichbehandlung von lokalen und ausländischen Anbietern (große internationale Konzerne können bei der Ausschreibung von öffentlichen Aufträgen mitbieten) würde die Förderung der Nahversorgung oder Regionalpolitik fast unmöglich machen. Die Entscheidungsmöglichkeiten der Stadt würden somit entscheidend eingeschränkt. Dies betrifft Bereiche wie Bildung, Gesundheit, Wasserversorgung, Pflege, öffentlicher Verkehr, Abfallwirtschaft.

Forderungen

  1. Transparenz der Verhandlungen: Bisher werden die verhandlungsrelevanten Dokumente nicht offengelegt, daher sollen die Verhandlungen solange ausgesetzt werden, bis Transparenz gewährleistet wird.
  2. Kein Abschluss von Handels- und Investitionsabkommen, die die Gemeindeautonomie bei der Sicherstellung der öffentlichen Dienstleistungen untergraben oder ihre Rechte auf Regulierung einschränken.
  3. Die kommunale Daseinsvorsorge muss vollständig aus den Verhandlungen ausgeklammert werden, darunter fallen Bereiche wie Bildung, Gesundheit, Soziale Dienstleistungen, Öffentlicher Verkehr, Wasserversorgung, Abwasser- und Müllentsorgung, Kulturförderung.
  4. Kein Investorenschutz: Der geplante Investorenschutz bedeutet eine Klagemöglichkeit von Konzernen gegen Staaten, mit denen sie Sozial- und Umweltstandards und den Konsumentenschutz aushebeln können. Konzerne könnten in Zukunft Staaten auf entgangenen Gewinn oder zu hohe Umweltauflagen klagen. Dies kann auch Gemeinden und Städte treffen.
  5. Ratifizierung der Abkommen durch den Nationalrat: Die Abkommen dürfen nicht über die Köpfe der EU-Mitgliedsparlamente hinweg allein durch das EU-Parlament ratifiziert werden.
An wen richtet sich die Resolution?
  • an die Bundesregierung und die Abgeordneten des Nationalrates
  • an die EU-Kommission, das EU-Parlament und die EU-Abgeordneten aller Parteien

Widerstand in ganz Europa, auch in Vorarlberg. In ganz Europa – insbesondere in Deutschland und Frankreich – beschließen Kommunen entsprechende Resolutionen. In Vorarlberg haben bereits 3 Gemeinden – Bregenz, Zwischenwasser und Fußach – eine solche Resolution verabschiedet.

Laut EU sollen mit den neuen Abkommen Wachstum und Arbeitsplätze geschaffen werden. In der geplanten Form helfen die Handelsabkommen aber nur den großen Konzernen und nicht den Menschen. Hinter den Abkommen – dem Abbau von Handelshemmnissen – versteckt sich ein Angriff auf alles, was uns öffentlich wichtg ist: soziale Sicherheit, öffentliche Daseinsvorsorge, Arbeitsrecht, Konsumentenschutz, Umweltschutz, nachhaltige Landwirtschaft.
Ziel von Freihandelsabkommen müsste sein, Handelsbarrieren abzubauen, ohne aber die bereits starken Konzernrechte noch weiter auszubauen.

Ein Freihandelsabkommen zwischen zwei hoch entwickelten Rechtssystemen wie zum Beispiel den USA und der EU (TTIP) kann durchaus Vorteile für Wirtschaft, Wachstum und Beschäftigung in der EU und in Österreich bringen. Aber ein solches Abkommen darf nur unter bestimmten Voraussetzungen abgeschlossen werden: Unsere hohen Standards bei Sozialem, ArbeitnehmerInnenrechten, Umwelt, Konsumentenschutz, Lebensmitteln und Datenschutz dürfen nicht unterlaufen werden, die öffentliche Daseinsvorsorge darf nicht gefährdet sein und Investoren dürfen keine Sonderklagsrechte vor Privatgerichten (Investitionsschutzklausel) zugestanden werden.

Stadtluft macht frei. ⇢  



Donnerstag, 29. Januar 2015

[ #OpenGovernment ] Wussten Sie, dass ...

Wussten Sie, dass ...

... sich die Vorarlberger Landesregierung und die Gemeinden sich verschleiern? Es gibt zwar eine Vorarlberger Seite für OpenGovernmentData im Web, aber man findet dort nur Belanglosigkeiten und kaum Information. 

Dabei wäre es hoch an der Zeit, sich den Bürgern und ihren Interessen zu öffnen und Mitbestimmung und Mitwirkung zu ermöglichen.  Open-Data- bzw. Open-Government Initiativen hätten ein großes Potenzial um die Transparenz, die Mitbestimmung und die Zusammenarbeit zwischen politischen Institutionen, Verwaltungsbehörden und Bürgern zu fördern und zu verbessern.

Open Government Data Vorarlberg. Wenigstens findet man dort den Vorarlberger Rechnungsabschluss 2013 und das Budget 2014. Frühere Jahre hat man offenbar erst gar nicht digitalisiert. Auf den Gmeindewebseiten findet man in der Regel ebenso keine solche Information und hält sich vor den Bürgern bedeckt. Wissende Bürger könnten doch nur lästig sein? Dafür können sie die Liste der häufigsten Vornamen sich als "OpenData" herunterladen. Das ist zwar ein nettes Angebot aber eben das Gegenteil von Bürgerinformation.

Open Government. Eigentlich müsste man die von der Verwaltung gesammelten und aufbereiteten Daten als Gemeingüter (Commons) verstehen und sie unentgeltlich der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. In den USA ist beispielsweise Open Data schon lange vor der Erfindung dieses Begriffes eine verfassungsrechtliche Selbstverständlichkeit und auch in der EU wurden bereits Initiativen ergriffen. So ist in den USA sogar das World Factbook des Geheimdienstes aufgrund des "Freedom of Information Act" zur Gänze online.

Open Government steht für die Bereitstellung offener Informationen der Regierung und Verwaltung gegenüber den Bürgern und der Wirtschaft. Gleichzeitig werden neue Möglichkeiten zur Beteiligung an Planungs- und Entscheidungsprozessen geschaffen. Ziele sind auf der einen Seite mehr Information und Transparenz der Verwaltung und auf der anderen Seite verstärkte politische Teilhabe sowie eine intensivere Einbeziehung der Bürger in politische Entscheidungen.

Stadtluft macht frei. ⇢      


Sonntag, 25. Januar 2015

[ #Kinder ] Wussten Sie, dass ...

Wussten Sie, dass ...
... die Vorarlberger Schulpolitik österreichweit am meisten Chancen der Kinder verhindert und Kinder und Eltern am häufigsten unglücklich macht?
Im Schuljahr 2012/13 wurden von 4790 Erstklässlern 734 in die Vorschule geschickt. Also jedes 6. Kind wird ausgesondert weil es nach Eischätzung der Volksschule Förderung bräuchte, das sind 15 Prozent! Die Vorarlberger Schulstatistik schreibt verharmlosend von einem "Anteil von 4,3 % an der Gesamtschülerzahl".

Das sind Äpfel mit Zwetschken verglichen. Man vergleiche auch: In Vorarlberg sind inklusive Sonderschulen 778 Kinder in der Vorschulstufe, in Burgenland nur 42, in Kärnten 278 und in der ungleich größeren Steiermark, die bald dreimal mehr Volksschüler hat müssen nur 213 Kinder die Vorschulstufe besuchen.

Nicht selten spielt auch der Zufall eine Rolle: Ab zehn Schülern, die als „nicht schulreif“ gelten, kann ein Direktor in Vorarlberg eine eigene Vorschulklasse eröffnen. Sind es weniger, dann soll auch schon mal nach fehlenden nicht schulreifen Kindern gefahndet werden. Erfahrungsgemäß gibt es auch eine mit den Regeln der Statistik nicht erklärbare Häufung von Vorschulkindern in Migrantenkreisen. Offenbar ist in Vorarlberg Schulreife eine Frage der Herkunft.

Aber damit behindert man die Zukunft unserer Kinder und die Zukunft unseres Landes.

Stadtluft macht frei. ⇢      

[ #Heizkostenzuschuss ] Wussten Sie, dass ...

Wussten Sie, dass ...
... man ab Montag, den 3. November 2014 bis zum 27. Februar  2015 den Vorarlberger Heizkostenzuschuss im Rathaus beantragen kann?

Obwohl die Politiker im Landhaus bei jedem noch so kleinen Anlass "einen Wind machen, dass man damit einen Windpark betreiben könnte", hüllen sie sich hier in Schweigen? Auf der Landeshomepage stand bislang nur das alte Merkblatt darüber zur Verfügung. Nun hat man das alte gegen ein neues Merkblatt endlich getauscht. Dort wird aber mehr verheimlicht als informiert.

Auf dem nigelnaglneuen Online-Auftritt der Stadt Dornbirn wird zwar über den Heizkostenzuschuss "informiert". Man ist dort nicht einmal in der Lage oder willens den Zeitpunkt des Antragsbeginnes und des Endes zu erlautbaren. Sind dort die Parteifunktionäre mit den Formularen unterwegs? Wie anders sollte man ein solches bürgerfeindliches Verhalten verstehen?

Die vermutlichen Gründe dafür und alles Bekannte über den Heizkostenzuschuss kann man in den untenstehenden Links erfahren.

Stadtluft macht frei. ⇢

Sonntag, 4. Januar 2015

[ #Frauen ] Wussten Sie, dass ...

Wussten Sie, dass ...
... die Dornbirnerin Dr.in Lieselotte Wohlgenannt  eine international anerkannte Pionierin des bedingungslosen Grundeinkommens ist?
Ein zentrales Thema von Frau Dr. Lieselotte Wohlgenannt war und ist die Auseinandersetzung um das Konzept eines bedingungslosen Grundeinkommens, wie sie es in den Publikationen „Grundeinkommen ohne Arbeit“ (1985) und „Den öko-sozialen Umbau beginnen: Grundeinkommen“ (1990, beide gemeinsam mit Herwig Büchele) vorgestellt wurde.

Sie war deshalb auch beteiligt an der Gründung des Netzwerkes „Grundeinkommen und sozialer Zusammenhalt“ und vertrat dasÖsterreichische Grundeinkommensnetzwerk bei den europäischen und internationalen Kongressen von BIEN (Basic Income Earth Network), in Wien 2005, der wesentlich von der ksoe mitgestaltet wurde, sowie u.a. in Louvainla-Neuve (Belgien), London, Berlin und Genf.

Mit ihrem Vortrag „Freedom to do/In Freiheit tätig sein“ konnte sie ihr Konzept 2007 bei einer Enquete im Europäischen Parlament zur Diskussion stellen.

Stadtluft macht frei. ⇢


Samstag, 20. Dezember 2014

[ #Dornbirner ] Wussten Sie, dass ...

Wussten Sie, dass ...
... der aufrechte und couragierte Dornbirner August Weiß in dem berüchtigten KZ Esterwegen im Börgermoor von den Nationalsozialisten wegen Kriegsdienstverweigerung eingesperrt wurde? 
Das KZ ist besonders bekannt wegen des Liedes "Die Moorsoldaten". In den Strafgefangenenlagern Emsland wurden bis Kriegsende bis zu 70.000 Menschen inhaftiert. Bereits im September 1939 übernahm das Oberkommando der Wehrmacht die Lager VI und VIII bis XI und nutzte sie als Kriegsgefangenenlager für bis Kriegsende weit über 100.000 Soldaten aus der Sowjetunion, Frankreich, Belgien, Polen und Italien. 1944/45 dienten die Lager Dalum und Versen der SS kurzzeitig Außenlager des KZ Neuengamme. Im April 1945 wurden die Häftlinge der Emslandlager von britischen, kanadischen und polnischen Truppen befreit.


Die Moorsoldaten 

1. Wohin auch das Auge blickt.
Moor und Heide nur ringsum.
Vogelsang uns nicht erquickt,
Eichen stehn kahl und krumm.
Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor!

2. Hier in dieser öden Heide
ist das Lager aufgebaut,
wo wir fern von jeder Freude
hinter Stacheldraht verstaut.
Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor!

3. Morgens ziehen die Kolonnen
in das Moor zur Arbeit hin,
graben bei dem Brand der Sonne,
doch zur Heimat steht der Sinn.
Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor!

4. Heimwärts, heimwärts! Jeder sehnet
sich nach Eltern, Weib und Kind.
Manche Brust ein Seufzer dehnet,
weil wir hier gefangen sind.
Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor!

5. Auf und nieder geh´n die Posten,
keiner, keiner kann hindurch,
Flucht wird nur das Leben kosten,
vierfach ist umzäunt die Burg.
Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor!

6. Doch für uns gibt es kein Klagen,
ewig kann´s nicht Winter sein.
Einmal werden froh wir sagen: Heimat,
Du bist wieder mein!
Dann ziehn die Moorsoldaten nicht mehr mit dem Spaten in´s Moor!
Dann ziehn die Moorsoldaten nicht mehr mit dem Spaten in´s Moor!

Stadtluft macht frei. ⇢      

Donnerstag, 18. Dezember 2014

[ #Inklusion ] Wussten Sie, dass ...

Wussten Sie, dass ...
... Vorarlberg gegenüber seinen Kindern menschenrechtswidrig handelt und aus gesunden Kindern "Behinderte" macht? 
Vorarlberg ist kein guter Boden für Kinder. Allzugerne schickt man sie hier in die Sonderschulen. Im Schuljahr 2012/13 waren das 1045 Kinder, denen man die Inklusion verweigert hat. Im Jahr davor waren es gar noch 103 mehr Kinder, die man von ihren Altersgenossen wie Aussätzige separiert hatte.

Sprache als Behinderung?

Nicht selten tut man das auch mit Kindern deren einzige "Behinderung" ist, dass ihre Eltern nicht Deutsch sprechen. Der Anteil der Kinder mit nichtösterreichischer Staatsbürgerschaft ist mit 20 Prozent der höchste unter allen Vorarlberger Schulformen, 34 Prozent haben gar nicht Deutsch als Muttersprache!

Stadtluft macht frei. ⇢      

Freitag, 5. Dezember 2014

[ #Schulbau ] Wussten Sie, dass ...


Wussten Sie, dass ...


... Dornbirn in den kommenden 20 Jahren 800.000 € pro Jahr für die Finanzierung der neuen Messehallen zahlt?  

Die drängenden Schulprojekte VS Haselstauden und VS Markt wurden dafür auf 10 Jahre hinaus geschoben.  Das nennt man "Prioritäten setzen". Ganz nach dem Motto "Ramsch vor Kinder".  




Merkwürdig stimmt, dass die Grünen jedesmal mitgestimmt haben. Koalitionspflicht gegen Vernunft? 


Stadtluft macht frei. ⇢      

Mittwoch, 3. Dezember 2014

[ #Schulobst ] Wussten Sie, dass ...


Wussten Sie, dass ...
... von 1 Million Euro Förderungsmittel der EU nur 585.000 Euro für Österreichs Schulobstprogramm verbraucht wurden, also über 400.000 Euro nach  Brüssel zurückgeschickt wurden statt den Schulkindern zur Verfügung zu stellen? 
Von der österreichischen Million wurden aus Bundes- und Landesmitteln lächerliche 52.000 Euro beigesteuert. Dabei zeigen Untersuchungen, dass 3 von 4 Kindern nicht mehr fähig sind, die Grundgeschmacksrichtungen süß, sauer, bitter und salzig zu erkennen.

Rund 20 Prozent der Kinder im Schulalter sind zu schwer. Daher besteht dringender Handlungsbedarf. Schulkinder sollen außerdem die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Herkunft und Herstellung von Lebensmitteln, Landwirtschaft und Umwelt verstehen lernen.


Elternvereine macht Druck! Alle österreichischen Schulen können am Programm teilnehmen und eine 75 ProzentBeihilfe aus EU-Mitteln erhalten. Die restlichen 25 Prozent müssen durch andere Träger wie Elternvereine, Gemeinden oder aus privaten Mitteln übernommen werden. Da könnten doch Land und Gemeinden mit wenig Mitteln eine gesunde Ernährung fördern. Obwohl Österreich die EU-Mittel für die Schulapfelaktion nie ausgeschöpft hat, wurden sie für das Schuljahr 2014/15 neuerlich auf 1, 8 Millionen Euro erhöht. Ja die EU hat sogar die nationalen Beiträge auf 25 Prozent gesenkt!

Aber leider lässt man das Geld in Brüssel liegen.

Stadtluft macht frei. ⇢      



[ #Löhne ] Wussten Sie, dass ...

Wussten Sie, dass ...
... die aktuelle Lohnsteuerstatistik der Statistik Austria neuerlich eine Verschlechterung der Vorarlberger Frauenlöhne im Verhältnis zu den Männerlöhnen zeigt. 

Eine Frau in Wien verdient jedes Jahr einen Kleinwagen mehr als eine Frau in Vorarlberg. 

Man mag eine Verschlechterung der Unterbezahlung der Frauen von 0,1 Prozent für vernachlässigenswert erachten. Im Kontext gesehen ist es aber nicht nur eine weit stärkere Verschlechterung, sondern ein buchstäblicher Skandal, wenn sich die Schere zwischen Frauen- und Männereinkommen weiter öffnet! Einmal ist der Unterschied zwischen Männer und Frauenlöhnen in zu ungunsten der Frauen in Vorarlberg ohnedies immer am höchsten, sodass eigentlich Aufholen und nicht Verschlechterung angesagt wäre. Im Übrigen sind die Vorarlberger Zahlen die schlechtesten in Europa. Wären diese für Gesamtösterreich übertragbar, wären wir in der EU an letzter Stelle.

Stadtluft macht frei. ⇢      


Mittwoch, 26. November 2014

[ #Religion ] Wussten Sie, dass ...


Wussten Sie, dass ... 
... man in Dornbirn einmal Protestanten die Niederlassung verweigern wollte?
Wer sich heute über Minarette oder islamischen Friedhof erregt, der steht immer und brav in der Tradition der strukturell gewalttätigen Vorarlberger Gegenreformation. Mit denselben engstirnigen und freiheitsfeindlichen Maßnahmen mit denen man heute etwa in der Vorarlberger Bauordnung den Muslimen zu begegnen sucht, begegnete man schon den Evangelischen.

Ein Antrag des Dornbirner Arztes und konservativen Vorarlberger Landtagsabgeordneten Dr. Josef Anton Ölz, wollte Protestanten "die Ansäßigmachung" in Vorarlberg untersagen. Und doch bleiben auch da die Überraschungen nicht aus: Der Aktion von Dr. Ölz war kein Erfolg beschieden, ja das Vorgehen von Dr. Ölz wurde als gesetzwidrig erklärt, der Arzt in erster Instanz wegen Verhetzung verurteilt. Den Dr. Ölz ehrt die Stadt Dornbirn übrigens mit einer eigenen Straße!

Ob man da 1861 nicht schon weiter war als man etwa heute ist?

Stadtluft macht frei. ⇢