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Montag, 23. Oktober 2017

[ #Zeitpolitik ] Familienzeitpolitik vor Ort zahlt sich aus

Orientieren sich die Angebote der örtlichen Infrastruktur an den typischen Alltagsabläufen und Bedürfnissen von Familien, zahlt sich das für Familien aus - und führt obendrein zu Steuer-Mehreinnahmen. 

Das zeigt eine neue Studie im Auftrag des deutschen Bundesfamilienministeriums. Freilich bleibt, dass die Gemeinden der Ort sind, wo "Familienzeitpolitik" am ehesten realisiert werden kann.

Die Studie zeigt erstens, dass Eltern pro Woche rund sieben Stunden mehr arbeiten würden, wenn zum Beispiel die Betreuungszeiten ihrer Kinder statt bis mittags bis abends gesichert wären. Mehr als dreieinhalb Stunden gewonnene Zeit würden im Schnitt der Familie zu Gute kommen. Das zweite wichtige Ergebnis der Studie ist, dass sich die Investitionen in Familienzeitpolitik durch Steuer-Mehreinnahmen mehr als rechnen. Problematisch ist drittens jedoch, dass die Kosten der lokalen Familienzeitpolitik vor allem bei den Kommunen anfallen, während die Steuer-Mehreinnahmen zum großen Teil bei Bund und Ländern eingehen. Daher rechne sich die Investition zwar für die Gesellschaft, aber nicht für die Kommunen. Die Autoren empfehlen eine stärkere Beteiligung von Bund und Ländern bei der Etablierung lokaler Familienzeitpolitik.


 Stadtluft macht frei.

Dienstag, 11. Juli 2017

[ #Familie ] Familienzeitpolitik ein neues kommunales Politikfeld?

Kosten-Nutzen-Analyse einer kommunalen Familienzeitpolitik

Obwohl die Rahmenbedingungen für die zeitliche Gestaltung des Familienlebens von überragender Bedeutung für das Gelingen von Familie sind, ist Familienzeitpolitik noch relativ neu. In Deutschland wurde sue mit dem Siebten Familienbericht aus dem Jahr 2006 neben der Bereitstellung der Betreuungsinfrastruktur und finanziellen Unterstützungsleistungen für Familien als dritte Säule der Familienpolitik etabliert. Dabei wurde deutlich, dass Zeitprobleme von Familien häufig zu bedeutenden Teilen daraus resultieren, dass sich verschiedene, für die Familien relevante Zeitstrukturen schlecht miteinander in Einklang bringen lassen. So sind etwa Öffnungszeiten von Betreuungseinrichtungen, Arbeitszeiten und Fahrzeiten im öffentlichen Nahverkehr häufig schlecht aufeinander abgestimmt.
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 Stadtluft macht frei.

Sonntag, 8. März 2015

[ #Familie ] Wussten Sie, dass die Kinderbetreuung in Dornbirn noch teurer wird?

Wussten Sie, ... dass die Kinderbetreuung in Dornbirn noch teurer wird? 

ÖVP und Grüne als Preistreiber? Die Dornbirner Sozialdemokraten wollen demgegenüber, dass die Kinderbetreuung muss bis zum 6. Lebensjahr kostenfrei ist.

Eine Alleinerzieherin mit einem Nettogehalt von 1250 Euro monatlich bezahlt in Dornbirns Kindergärten für eine ganztägige Betreuung im Monat 242 Euro. Dornbirn ist damit nach Rankweil und Wolfurt die teuerste Gemeinde in Vorarlberg. Hörbranz betreut das Kind um ganze 108 Euro bei gleichem Angebot. Wer – wie viele Familien – nicht über ein privates Netzwerk verfügt, muss in Dornbirn also viel Geld auf den Tisch legen, um Beruf und Familie vereinbaren zu können. Familienfreundlichkeit heißt hingegen für das Team um Stadtrat Gebhard Greber (SPÖ) dafür zu sorgen, dass den Familien monatlich mehr Geld in der Tasche bleibt.



Schwarzgrüne Koalition gegen Kinder und Eltern. Vor kurzem haben ÖVP und Grüne zudem im Stadtrat beschlossen, die jetzt schon sehr hohen Kindergartentarife ab September 2015 weiter zu erhöhen. Die Erhöhung hat man wohlwissend erst  für die Zeit nach der Gemeindewahl fixiert. Dies ist eine Verhöhnung der Frauen, die nach der Babypause wieder in ihren Beruf einsteigen wollen oder einfach arbeiten gehen müssen. Aus diesem Grund haben die Dornbirner SPÖ-Mandatare die Erhöhung der jetzt schon eklatant hohen Elternbeiträge abgelehnt. Unverständlich ist für sie auch, dass die Grünen der Erhöhung zugestimmt haben. Denn die Erhöhung trifft vor allem einkommensschwache Familien und sehr viele Alleinerzieherinnen. Das wirkt gegen die sonst so oft herbeigeredete gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

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