Seiten

Posts mit dem Label [ #Wohnbau ] werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label [ #Wohnbau ] werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 5. Juni 2023

[ #Wohnbau ] Wohnbau für die Demokratie


Der Wohnungsmarkt braucht ein soziales und demokratisches Gegengewicht.

Für Arbeitnehmer ist in vielen Städten kein Platz mehr. Es ist daher höchste Zeit, über die Zukunft unserer Städte nachzudenken. Denn der eklatante Mangel ist auch eine Chance. Die Politik hat sich über Jahrzehnte aus der Wohnungspolitik abgemeldet. Unsere Städte waren vermeintlich „fertig gebaut“. Der Markt sollte es richten.

Jetzt, da die Krise voll da ist, wird Wohnen zum Politikum. Es ist offensichtlich: Der allein gelassene Markt hat versagt. Und Bauen allein genügt nicht.

Die moderne Stadt braucht ein demokratisches, soziales und ökologisches Gegengewicht. Es beginnt beim Umgang mit Grund und Boden und führt zu der Frage, wer mit welchen Ideen nachhaltig Bauen will. Städte müssen wachsen können. Aber nicht um jeden Preis. Wohnen und Freizügigkeit müssen Freiheitsrechte für alle sein. In einer Demokratie kann und darf ihre Verwirklichung nicht von Einkommen und Vermögen bestimmt sein.

 Stadtluft macht frei. ⇢ 
Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt verspricht mehr:

INHALT
Wege aus der Wohnungsnot 1
Alltag Wohnungsnot 3
Spekulation hat die Speckgürtel
der Städte erreicht 4
Und plötzlich soll die
Wohnung 200 Euro mehr kosten 4
Vorwand für Mieterhöhungen: Klimaschutz 5
45 Prozent des Einkommens für die Miete 5
Der große Irrtum:
„Deutschland ist fertig gebaut“ 6
Größter Stadtumbau
seit Ende des 2. Weltkrieges 6
Schleichender Abschied
vom sozialen Wohnungsbau 6
Auch Hauspreise schießen durch die Decke 7
„Sozialer Wohnungsbau gehört ganz
oben auf die Tagesordnung” 8
Bundesbank: Immobilienpreise
von der Realität abgekoppelt 10
Immobilienpreise spiegeln künftige
Mieterhöhungen wider 10
Wohnen – ein Grundrecht?! 11
Wohnen darf kein Luxus werden 12
Gontermannstraßen-Mieter
vermasseln Investor die Tour 14
Gesetz des Immobiliendschungels:
Kaufen, Verkaufen und Gekauft werden 15
Wie Spekulanten den Zugriff auf
unsere Städte bekamen 15
GAGFAH oder: Wie das ganz große
Geschäft mit dem Wohnen
angeschoben wurde 17
Wem gehören Deutschlands
Mietwohnungen? 18
Als Gentrification einfach eine
lukrative Story war 19
Deutscher Irrationalismus:
Großer Ausverkauf bei Tiefstpreisen 19
Privatisierung des Wohnens:
Durchbruch im Osten 20
Baut Günstiger ! 21
Immo-Branche kann ihren Erfolg
kaum fassen 22
Crash, Boom und jetzt Bang? 22
Kurze Geschichte des sozialen
Wohnungsbaus 23
Landflucht – Macht denn nur Stadtluft frei?24
Die drei Helfer der Spekulanten: Kein
Bauland, keine Kapazitäten, keine Ideen. 26
Hast Du keine, miet‘ Dir eine – Größere? 27
Gekniffen am Wohnungsmarkt:
Singles und Familien 27
Gentrifizierung – ein Schlüsselwort
der Misere 27
Berlin oder: Der tägliche Kampf
ums Wohnen28
“Bauen, bauen, bauen. Aber sozial.” 30
Keine Aufwertung ohne Verdrängung 33
Städte brechen auseinander 33
Geschlossene Gesellschaften 34
Menschen leben aneinander vorbei 35
Föderalismus und sozialer Wohnungsbau 36
Nur gut gemeinte Placebos gegen
Spekulanten? 37
Die Parteien stellen sich der Misere 38
Wirkungslose Programme, stumpfe
Waffen, aus der Luft gegriffene Zahlen 41
Die demokratische Stadt ist eine
Möglichkeit und keine Utopie 43
„Stadt ist nicht. Sie wird.“ 44
Am Anfang allen Bauens steht die
Bauland-Frage 44
Eigentum verpflichtet – auch den
Staat auf eine soziale Bodenpolitik 44
Mehr Personal für die Kommunen –
mehr Wohnungen für
die Bürger? 45
Von der Grundsteuer und ihrer Reform 46
Regierungsbündnis empfiehlt aktive
Bodenpolitik 47
Ulm – eine Stadt baut vor 47
Berlin wächst sternförmig über sich hinaus 48
Co-Working-Spaces auf dem Land? 48
Neue Gemeinnützigkeit – ein soziales
Unternehmensmodell 49
IBA Stuttgart, Zürich und die Erbpacht –
Konzepte für die moderne Stadt 50
Ein öffentlicher Bodenfonds gegen die
Spekulation 50
Genossenschaften – immer noch ein
Gegengewicht zum unfreien Markt 50
Wiederkehr der Werkswohnung 51
Die soziale Musterstadt: Wien 51
Wien: Bezahlbare Wohnungen im
Herzen der Stadt 52
Bauen für die demokratische Stadt 53
Literatur 56
Impressum 58

Donnerstag, 9. April 2020

[ #Wohnbau ] Nachhaltige Siedlungsentwicklung durch genossenschaftlichen Wohnbau


Ein Schweizer Forschungsprojekt empfiehlt Siedlungen und Infrastrukturen ganzheitlich weiter zu entwickeln. Ein Ansatz, der nicht nur bei den Nachbarn beachtet werden sollte, der in weiten Bereichen auch hier zur Geltung kommen sollte, gerade in Vorarlberg, dessen Entwicklung den Schweizern in vielerlei Hinsicht nahe steht.

Erst zaghaft und nur unvollständig werden in der Schweiz - wie bei uns - Siedlung, Infrastruktur und Landschaft als Gesamtes behandelt und weiterentwickelt. Dies beeinträchtigt die Lebensqualität und verursacht hohe volkswirtschaftliche Kosten. Zu diesem Schluss kommt das Nationale Forschungsprogramm "Nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung".

Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

 Stadtluft macht frei. ⇢ 

Dienstag, 23. April 2019

[ #Wohnbau ] Gemeinwohlorientierte Wohnungspolitik


Stiftungen und weitere gemeinwohlorientierte Akteure in Deutschland: Handlungsfelder, Potenziale und gute Beispiele

Ziel des Vorhabens war, einen Überblick über die Rolle von Stiftungen am Wohnungsmarkt sowie das Engagement von weiteren gemeinwohlorientierten Akteuren mit ihren Projekten für das bezahlbare Wohnen zu untersuchen. Hintergrund ist die intensive fachöffentliche Diskussion um den Gemeinwohlbegriff in der Wohnungsmarkt- und Stadtentwicklung.

Das Forschungsvorhaben ist in vier Arbeitsschritte gegliedert: 
  • Zunächst wurden die verschiedenen Akteure in den Blick genommen, differenziert nach Stiftungen in Deutschland, weiteren gemeinwohlorientierten Akteuren in Deutschland und relevanten Akteuren aus dem europäischen Ausland. 
  • Anschließend wurden zehn Projekte vertiefend untersucht, davon drei im europäischen Ausland. Die Ergebnisse zeigen, dass die Stiftungen zwar insgesamt nur eine geringe Bedeutung am Wohnungsmarkt haben, aber gerade wegen ihrer langfristigen Zweckbindung eine wichtige Rolle z.B. bei der Vergabe von Grundstücken im Erbbaurecht für gemeinwohlorientierte Träger und Projekte oder bei der Übernahme von Wohnungsbeständen einnehmen können. 
  • Bei den anderen untersuchten Akteuren verschiedener Rechtsformen zeigen sich unterschiedliche Zielsetzungen, Organisations- und Geschäftsmodelle (z.B. Kooperationen von Stiftungen und Genossenschaften) mit denen eine Vielzahl von Hausprojekten realisiert wird. Diese haben eine stark ausgeprägte Ausstrahlung, neue Initiativen und stärken die Zivilgesellschaft. 
Einige Kommunen unterstützen diese Akteure gezielt im Rahmen von Kooperationen oder im Rahmen von Grundstücksvergaben in der Entwicklung neuer Quartiere.


 Stadtluft macht frei. ⇢ 

Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt verspricht vielleicht mehr;

Inhalt
Vorwort

Einleitung
1.1 Kurzfassung
1.2 Summary
1.3 Ziele und Methoden des Forschungsvorhabens
Stiftungen als Wohnungsmarktakteure
2.1 Hintergrund, Stiftungsformen und Tätigkeiten
2.2 Finanzierung des Stiftungszwecks und die Bedeutung von Immobilien
2.3 Ergebnisse der empirischen Erhebungen
2.4 Geschäftsmodelle und Beispiele für die Bereitstellung und Bewirtschaftung von Wohnraum durch Stiftungen
Weitere gemeinwohlorientierte Wohnungsmarktakteure
3.1 Dachorganisationen und beratende Organisationen
3.2 Hausprojekte und ihre Akteure
3.3 Hausprojekt-Typen und Beispiele
Ergebnisse und Wirkungen
4.1 Eigentumsorganisation, Organisationsgrad und Gemeinwohlorientierung der Bewohnergruppen
4.2 Gemeinsamkeiten der Modelle und Strategien
4.3 Beitrag zur Schaffung und zum Erhalt von Wohnraum
4.4 Gesellschaftliche und soziale Wirkungen
4.5 Vernetzung und Wissenstransfer
Akteure und Beispiele für gemeinwohlorientierte Wohnungspolitik im europäischen Ausland
5.1 Europäische Dachorganisationen
5.2 Überblick der Rahmenbedingungen und Akteure in den untersuchten fünf Ländern
5.3 Darstellung von Beispielen und Akteuren aus dem europäischen Ausland anhand von drei Trägermodellen
Bewertung der Rahmenbedingungen und Empfehlungen
6.1 Vorbemerkung und Einführung zur Darstellung der Empfehlungen
6.2 Sicherung und Verbesserung der Rahmenbedingungen für die gemeinwohlorientierten Wohnungsmarktakteure
6.3 Finanzielle Ansatzpunkte für eine Ausweitung gemeinwohlorientierter Modelle
6.4 Wissenstransfer und Verbreitung der Organisationsmodelle
6.6 Empfehlungen gegliedert nach Adressaten

Montag, 15. April 2019

[ #Wohnbau ] Housing for All: Europäische Bürgerinitiative für bezahlbares Wohnen


Wohnen ist ein Menschenrecht und keine Handelsware.  

Die Europäische Bürgerinitiative für leistbares Wohnen - Housing for All  fordert die EU auf, die Rahmenbedingungen für bezahlbares Wohnen zu verbessern. Eine Bürgerinitiative fordert die Europäischen Gesetzgeber auf, die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für bezahlbares Wohnen in der EU zu verbessern. Mit dieser Europäischen Bürgerinitiative sollen bessere rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen geschaffen werden, um Wohnen für alle Menschen in Europa zu ermöglichen.

Die Bürgerinitiative fordert die EU zum Handeln auf, um Wohnen in Europa für alle zu ermöglichen. Dies umfasst:
  • die Erleichterung des Zugangs für alle zu leistbarem und sozialem Wohnbau,
  • keine Anwendung der Maastricht-Kriterien auf öffentliche Investitionen in leistbaren Wohnbau, besserer Zugang zu EU-Finanzmitteln für gemeinnützige und nachhaltige Wohnbauträger,
  • soziale und wettbewerbsgerechte Regeln für Kurzzeitvermietungen sowie
  • die statistische Erfassung des Wohnbedarfs in Europa.

 Stadtluft macht frei. ⇢ 

Montag, 27. November 2017

[ #Wohnbau ] Strategien für mehr sozialen und räumlichen Zusammenhalt

Geteilte Räume. Eine über Deutschland hinaus interessante Veröffentlichung der Heinrich-Böll-Stiftung.

Deutschland im Jahre 2017 bietet ein widersprüchliches Bild: Die Wirtschaft brummt, die Arbeitslosigkeit befindet sich auf einem historischen Tiefstand; gleichzeitig gibt es vor allem in den Städten ein nicht unbeträchtliches Maß an Armut. Tatsächlich sind in Deutschland auf der einen Seite Boom-Regionen und auf der anderen Seite strukturschwache Gebiete entstanden. Diesen fällt es schwer, sich aus der Perspektivlosigkeit zu befreien, aber selbst innerhalb prosperierender Großstädte wachsen die Armutsquartiere.

Wie kann verhindert werden, dass aus räumlicher Ungleichheit Ausgrenzung und "Abgehängtsein" wird? Das ist die Kernfrage, die am Anfang der Arbeit der Fachkommission "Räumliche Ungleichheit" der Heinrich-Böll-Stiftung stand. Sie präsentiert nun mit dieser Publikation die Ergebnisse ihrer zweijährigen Arbeit und gibt Einblicke in die Entwicklungen unterschiedlicher Städte und Räume. Am Ende schlägt sie Maßnahmen und Instrumente vor, mit denen die sozialräumliche Polarisierung gestoppt und umgekehrt werden kann.


 Stadtluft macht frei. ⇢
Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf den Inhalt sagt mehr:

INHALT

Vorwort 7
Sabine Drewes
Geteilte Räume 9

RAUMBILDER DER UNGLEICHHEIT IN DEUTSCHLAND 15
Rainer Danielzyk
Raumstrukturelle Entwicklungsmuster in Deutschland: Raumtypen
mit Problemlagen 16
Silke Franz
Der Osten ist anders 25

TREIBER UND BREMSER RÄUMLICHER UNGLEICHHEIT 57
Manfred Kühn
Zuwanderung – eine Perspektive für schrumpfende Städte und Regionen? 58
Guido Spars
Bodenpreise und Immobilienmärkte als Verstärker sozialräumlicher
Polarsierung 79
Franziska Eichstädt-Bohlig
Marktkonzentration im Lebensmitteleinzelhandel als Treiber ökonomischer,
sozialer und räumlicher Ungleichheit 96
Silke Franz
Raumwirksame Finanzströme: Finanzausgleiche, Fördermittel,
Strukturhilfen und ihre Wirkungen auf die territoriale Kohäsion 112
Guido Spars
Kommunale Investitionen und Finanzen 147

POLARISIERTE STÄDTE 155
Martin Kronauer
Soziale Polarisierung in Städten: Ursachen, Hintergründe
und Gegenstrategien 156
Julia Gerometta
Sozialräume driften auseinander – Folgen für den gesellschaftlichen
Zusammenhalt 172
Iris Behr und Klaus Habermann-Nieße
Zusammenhalt stärken durch eine aktive kommunale Wohnungspolitik 185
Julia Gerometta
Die Neue Wohnungsgemeinnützigkeit im Gespräch – Wege zu mehr
dauerhaft bezahlbarem Wohnraum 214
Carola Scholz
Funktionen mischen, Nischen sichern, neue Optionen schaffen! 224
Julia Gerometta
Aufbruch für sozialen Zusammenhalt 245

RESÜMEE 261
Neue Strategien für mehr sozialen und räumlichen Zusammenhalt 262
Zusammenfassung: Wie sieht räumliche Ungleichheit
in Deutschland aus, und was ist das Problem? 262
Neun Strategien für mehr sozialen und räumlichen Zusammenhalt 265
Die Autorinnen und Autoren bzw. Kommissionsmitglieder 272

Freitag, 18. August 2017

[ #Wohnbau ] Statt Lotterbuden: Anständige Miete, anständiger Vermieter, gemeinnützige Wohnung

"Sozialhilfeempfänger sind ein gutes Geschäft für private Vermieter. Biel setzt dagegen auf gemeinnützige Wohnungen – und spart viel Geld." Das berichtet "Der Schweizerische Beobachter"

"Mit heruntergekommenen Liegenschaften lässt sich sehr viel Geld 
verdienen: mit Randständigen als Mietern, die auf dem Wohnungsmarkt 
keine Chance haben. Denn die Sozialhilfe zahlt einen definierten Maximalbetrag an die Miete – auch wenn diese überrissen ist. Der Beobachter berichtete im März über solche Liegenschaften im Zürcher Kreis 4. Satte 1200 Franken kostet dort ein Studio mit Kochnische in einem Haus mit 50 Wohnungen, Drogenhandel auf den Gängen inklusive. Ähnliches geschieht in Basel: In seinem verwahrlosten Haus verlangt ein Zürcher Eigentümer 750 bis 1000 Franken für kleinste Absteigen, wie die «Basler Zeitung» im April berichtete. Vor allem Sozialhilfe- und IV-Bezüger gehören zu den Mietern."

 Stadtluft macht frei. ⇢

Sonntag, 22. Februar 2015

[ #Stadtentwicklung ] Wussten Sie, dass die 10.größte Stadt Österreichs zersiedelt ist?

Wussten Sie,
... dass Dornbirn -  die 10.größte Stadt Österreichs - zersiedelt ist?

Mehr Stadt. In Dornbirn sind von 10.561 Gebäuden 9.550 Wohngebäude. Davon werden 7.928 Gebäude nur mit ein oder zwei Wohnungen genutzt. Gerade mal 1.622 beherbergen drei oder mehr Wohneinheiten. 83 Prozent der Gebäude weisen mit maximal 2 Wohnungen eine geringe Dichte aus. Welche Probleme es aus der demografischen Entwicklung ergibt, ist dabei noch nicht einmal bedacht.

In Vorarlberg, das besteht aus 96 meist kleinen Gemeinden, also viel Dorf und Land,  sind von insgesamt  98.469 Gebäuden 75.764 mit ein oder zwei Wohnungen und 12. 668 Gebäude mit mehr als drei Wohnungen. Trotz des weitgehend ländlichen Charakters sind dort mit 85,7 % kaum mehr Ein- oder Zweiwohungshäuser.

Anderswo. Schon in der vergleichsweise erheblich kleineren und damit scheinbar weniger urbanen Stadt Feldkirch sind nur 80 Prozent der Wohngebäude mit nur einer oder zwei Wohnungen belegt. Oder um einen Vergleich aus Anderswo zu holen: Steyr ist die drittgrößte Stadt Oberösterreichs und mit 38.000 Einwohnern die zwölftgrößte Stadt Österreichs. Dort sind von 5.848 Wohngebäuden 3.839 Häuser mit drei oder mehr Wohnungen. Nur knapp 66 % der Häuser sind Ein- oder Zweiwohnungshäuser.

Für die zehntgrößte Stadt Österreichs, Dornbirn,  beweist das einen Mangel an Urbanismus und Wohnungen. Und die Diskussion um Messepark und Innenstadt erübrigt sich schnell, denn für beide Zentren muss der Dornbirner weite Wege in Kauf nehmen, ganz gleich ob mit dem Bus oder dem eigenen Auto. Und bei vollen Einkaufstaschen ist allemal das Auto und nicht das Fahrrad oder der Bus das wahrscheinlichste Verkehrsmittel. Für immer mehr ältere Menschen - die demografische Entwicklung geht auch an Dornbirn nicht vorbei - werden die täglichen Erledigungen zur Qual.

Wohnbau ist Stadtentwicklung. Die stadtplanerischen Aufgaben liegen daher zuerst in der Forcierung des gemeinnützigen Wohnungsbaus in den Zentren, in einer Stadt der kurzen Wege, und nicht in einer Verwaltung der Zersiedelung, des Landschaftsverbrauchs und sinnloser Mobilitätskosten. Wenn man den schon bescheidenen gemeinnützigen Wohnbau an die Ränder verlegt, dann werden die BewohnerInnen nicht nur dort einkaufen wo es für sie am bequemsen erscheint, sie haben auch sinnlose Mobilitätskosten zu tragen. Nicht nur beim Einkauf, auch für ihre täglichen Wege: Zur Arbeit, zu den Behörden, zum Arzt,zu den Sport- und Kulturstätten,  zu Schulen und anderen Einrichtungen.

Das scheint die Stadtpolitik wenig zu interessieren. Auch die nicht, die sonst für ökologische Veränderung stehen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Stadtluft macht frei. ⇢  

Donnerstag, 22. Januar 2015

[ #Wohnbau ] Dornbirns ges(ch)ichtslose Grüne

In ihrer neuen Dornbirner "Klartext"-Ausgabe wird auf zwei Seiten schwarzgrüne Landespolitik hochgejubelt. 

Inhalte werden keine angeboten. Man ist gegen die Erweiterung des Messeparkes (wohl weil man selber bei Amazon einkauft) und hat zur Bürgerbeteiligung keine Vorstellungen sondern infantile Wünsche. 

Zum Wohnen hat man ebenso null Vorstellungen und meint man müsse den notwendigen sozialen Wohnungsbau damit begründen, dass die Stadt dies bereits einmal getan habe. Und man traut seinen Augen nicht: Das Modell für den sozialen Wohnbau ist ein Projekt der Nationalsozialisten aus dem Jahre 1941. Übrigens nicht um Wohnungen zu schaffen sondern um die Südtiroler zwangsweise umzusiedeln und die Heimat der Südtiroler an Mussolini für seine Kriegsteilnahme zu verschachern.


Stadtluft macht frei. ⇢