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Freitag, 31. März 2023

[ #Bürgerinformation ] Glossar zur Konflikttransformation


In diesem Glossar werden 20 Begriffe für Theorie und Praxis aus dem Bereich der Konflikttransformation definiert und diskutiert.

Konflikttransformation. Von Konflikttransformation wird hauptsächlich dann gesprochen, wenn die entsprechende Konfliktintervention auf eine Transformation, also Um- oder Neugestaltung der Konfliktparameter hinwirkt. Dies heißt, dass ein verändertes Verhalten und eine veränderte Einstellung dem Konflikt gegenüber, sowie entsprechend be- und verarbeitete strukturelle und kulturelle Dimensionen es erlauben eine neue, gewaltfreie (transformierte) Wirklichkeit zu schaffen.
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Donnerstag, 17. März 2022

[ #Nachhaltigkeit ] Kleiner ist besser: Fußabdrucksrechner


Auch Schulen hinterlassen einen Fußabdruck.

Dieser Fußabdrucksrechner ist ein Werkzeug, um den Betrieb einer Schule in seiner Gesamtheit ökologisch zu bewerten.
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Mittwoch, 20. Juni 2018

[ #Demokratie ] Die Zukunft gemeinsam gestalten: Handbuch Öffentlichkeitsbeteiligung


Im Handbuch, das vom BMLFUW und der ÖGUT in Zusammenarbeit mit dem Büro Arbter und dem Österreichischen Ökologie Institut sowie mit inhaltlicher Unterstützung der Strategiegruppe Partizipation erstellt wurde, findet man Hinweise zum Gelingen von Öffentlichkeitsbeteiligung, zu notwendigen Rahmenbedingungen, zu erwartenden Kosten und erfolgreichen Praxisbeispielen.

Die Beteiligung von interessierten BürgerInnen und Interessensgruppen am politischen Entscheidungsprozess ist ein wesentliches Kennzeichen einer modernen Verwaltung und eine wichtige Voraussetzung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung
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Freitag, 6. April 2018

[ #Kommunal ] Gemeindepolitik: Verantwortlichkeit bei Amtsmissbrauch und Korruption


Vor allem für Amts- und Mandatsträger aus Politik und öffentlicher Verwaltung, soll dieser Band klare Anhaltspunkte schaffen, wie man sich in Ausübung seiner Funktion zu verhalten hat. 

Das Antikorruptionsgesetz war und ist Gegenstand vieler öffentlicher Diskussionen. Immer wieder erscheinen Berichte, auch internationale Vergleiche, die Österreichs Status dokumentieren und bewerten, wie anfällig oder resistent die österreichischen Behörden für Korruption sind. An akuter Bedeutung hat dieses Themenfeld durch einige Prozesse der letzten Monate gegen prominente ehemalige Amtsträger und Lobbyisten gewonnen. Die öffentliche Aufmerksamkeit gegenüber solchen Delikten ist deutlich gestiegen, was umgekehrt vielfach auch zu falschen Verdächtigungen führen kann.
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Freitag, 5. Januar 2018

[ #Budget ] Partizipationsbudget: Bürgerinnen und Bürger sollen Gemeindebudgets mitbestimmen


Die Kassen der Vorarlberger Gemeinden sind  - wie überall - leer. Irgendwo muss gespart und eingespart werden. Wer trifft diese Entscheidungen? Wie und zu wessen Vor- oder Nachteil? Wo soll investiert werden? Das Modell des "Bürgerhaushalts" wäre eine attraktive Form der Mitbestimmung und Bürgerbeteiligung in den Gemeinden. 
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Sonntag, 22. Februar 2015

[ #Bürgerinformation ] STR Gebhard Greber: Alle Mitbürger hören!

Heute haben die Sozialdemokratischen StadtvertretungskandidatInnen  STR. Gebhard Greber, STR. Werner Posch, Saadet Tuglan, Ilhan Aksu, Yıldırım Yıldız und Ersin Kavak das İslamische Kültür Zentrum in der Dornbirner Bildgasse besucht. 

Sie wurden von den dort Anwesenden sehr freundlich und mit außergewöhnlicher Höflichkeit empfangen. Man kann sich an ihnen in dieser Hinsicht ein Beispiel nehmen. Wie man auf den Bildern sieht, wurden sie auch zuvorkommend mit Tee und Backwaren bewirtet.



Zuhören. Gebhard Greber und seine Begleiter hörten sich die Sorgen und Nöte der von diesen Mitbürgern vertretenen Community an. Die Gespräche waren reich an Information und unterschiedliche Gesichtspunkte wurden ausgetauscht!

Vorbildliches Engagement. Stadtrat Gebhard Greber sprach dem Vereinsvorstand des İslamische Kültür Zentrums in der Dornbirner Bildgasse für sein Engagement für Dornbirn im Allgemeinen und für die muslimischen DornbirnerInnen im Besonderen aus. Natürlich auch für die gastfreundliche Aufnahme.

Stadtluft macht frei. ⇢        

[ #Bürgerpolitik ] Wussten Sie, dass Gebhard Greber mehr Stadt aus Dornbirn macht?

Wussten Sie, 
... dass die Menschen um Gebhard Greber zusammen ein ambitioniertes Programm für Dornbirn Zukunft erstellt haben? Was sagen Sie dazu?


Chancen durch Bildung
#Erweiterung und Sanierung von Schulen
#Ausbau der Ganztagsklassen
#Vision Schulzentrum Markt
#Erweiterung der Stadtbücherei zu einermodernen Mediathek

Flächendeckende und leistbare Kinderbetreuung
#Ausbau der Kinderbetreuung
#Kostenloser Kindergartenbesuch ab 3 Jahren
#Leistbare Kleinkinderbetreuung

Soziale Verantwortung
#Absicherung und weitere Adaptierung des Krankenhauses
#Ausbau betreuter Wohnformen und Schaffung neuer Modelle des Zusammenlebens
#Keine Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen

Leistbares Wohnen
#Verstärkter sozialer Wohnbau
#Kleinere Wohnanlagen statt Ghettobildung
#Verfügbarmachung leerstehender

Wohnungen durch die Stadt#Professionelles Konfliktmanagement in größeren Siedlungen

Arbeitsplatzstandort Dornbirn#Aktive Bodenpolitik zur Betriebsansiedelung
#Betriebsgebietserschließungen
#Direktanbindung der Betriebsgebiete
#Wallenmahd und Bobletten an die Autobahn

Umsichtige Stadtplanung
#Stärkung der Innenstadt
#Gestaltung der Stadtteilzentren Hatlerdorf,

Haselstauden und Rohrbach#Parks und Spielplätze in allen Stadtteilen
#Sport- und Trainingsgeräte auf öffentlichen Plätzen

Sicherheit erhöhen
#Starke Stadt- und Bundespolizei statt private Sicherheitsdienste
#Verstärkte Sozialarbeit und Polizeipräsenz am Bahnhof und am Marktplatz
#Bundespolizeistelle am Bahnhof

Kultur
#Stadt als Bühne, frei zugängliche Kultur
#Leistbare Tarife für alle Jugendlichen (musikal. Früherziehung, Musikschule, Jazzseminar,…)
#Industriemuseum
#Umsetzung der Maßnahmen aus dem KulturleitbildJugend
#Erschwingliche Startwohnungen für junge Leute
#Förderung der Arbeit in Vereinen und in der Offenen Jugendarbeit
#Indoor-Abenteuerhalle
#Proberäume für junge MusikerInnen
#Freies WLAN an verschiedenen Plätzen der Stadt
#Verbilligtes Nachttaxi

Sport
#Halle für Turnsportzentrum
#Zusätzlicher Trainingsplatz für Hella DSV
#Neue Sanitäranlagen und Erweiterung der Kabinen beim FC Dornbirn
#Eigener Platz für Baseball und damit Entlastung der Admira

Mobilität in Dornbirn
#Stadtbus auch an Sonn- und Feiertagen
#Neue Stadtbuslinie Unter der Bahn
#Ausbau der Geh- und Radwege

BürgerInnenbeteiligung
#Frühzeitige Einbindung der Bevölkerung in Projekte der Stadt
#Keine „vollendeten Tatsachen“ mehr


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[ #Stadtentwicklung ] Wussten Sie, dass die 10.größte Stadt Österreichs zersiedelt ist?

Wussten Sie,
... dass Dornbirn -  die 10.größte Stadt Österreichs - zersiedelt ist?

Mehr Stadt. In Dornbirn sind von 10.561 Gebäuden 9.550 Wohngebäude. Davon werden 7.928 Gebäude nur mit ein oder zwei Wohnungen genutzt. Gerade mal 1.622 beherbergen drei oder mehr Wohneinheiten. 83 Prozent der Gebäude weisen mit maximal 2 Wohnungen eine geringe Dichte aus. Welche Probleme es aus der demografischen Entwicklung ergibt, ist dabei noch nicht einmal bedacht.

In Vorarlberg, das besteht aus 96 meist kleinen Gemeinden, also viel Dorf und Land,  sind von insgesamt  98.469 Gebäuden 75.764 mit ein oder zwei Wohnungen und 12. 668 Gebäude mit mehr als drei Wohnungen. Trotz des weitgehend ländlichen Charakters sind dort mit 85,7 % kaum mehr Ein- oder Zweiwohungshäuser.

Anderswo. Schon in der vergleichsweise erheblich kleineren und damit scheinbar weniger urbanen Stadt Feldkirch sind nur 80 Prozent der Wohngebäude mit nur einer oder zwei Wohnungen belegt. Oder um einen Vergleich aus Anderswo zu holen: Steyr ist die drittgrößte Stadt Oberösterreichs und mit 38.000 Einwohnern die zwölftgrößte Stadt Österreichs. Dort sind von 5.848 Wohngebäuden 3.839 Häuser mit drei oder mehr Wohnungen. Nur knapp 66 % der Häuser sind Ein- oder Zweiwohnungshäuser.

Für die zehntgrößte Stadt Österreichs, Dornbirn,  beweist das einen Mangel an Urbanismus und Wohnungen. Und die Diskussion um Messepark und Innenstadt erübrigt sich schnell, denn für beide Zentren muss der Dornbirner weite Wege in Kauf nehmen, ganz gleich ob mit dem Bus oder dem eigenen Auto. Und bei vollen Einkaufstaschen ist allemal das Auto und nicht das Fahrrad oder der Bus das wahrscheinlichste Verkehrsmittel. Für immer mehr ältere Menschen - die demografische Entwicklung geht auch an Dornbirn nicht vorbei - werden die täglichen Erledigungen zur Qual.

Wohnbau ist Stadtentwicklung. Die stadtplanerischen Aufgaben liegen daher zuerst in der Forcierung des gemeinnützigen Wohnungsbaus in den Zentren, in einer Stadt der kurzen Wege, und nicht in einer Verwaltung der Zersiedelung, des Landschaftsverbrauchs und sinnloser Mobilitätskosten. Wenn man den schon bescheidenen gemeinnützigen Wohnbau an die Ränder verlegt, dann werden die BewohnerInnen nicht nur dort einkaufen wo es für sie am bequemsen erscheint, sie haben auch sinnlose Mobilitätskosten zu tragen. Nicht nur beim Einkauf, auch für ihre täglichen Wege: Zur Arbeit, zu den Behörden, zum Arzt,zu den Sport- und Kulturstätten,  zu Schulen und anderen Einrichtungen.

Das scheint die Stadtpolitik wenig zu interessieren. Auch die nicht, die sonst für ökologische Veränderung stehen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

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Donnerstag, 12. Februar 2015

[ #Wirtschaft ] JA zu Messepark und Innenstadt!


Das Team um Stadtrat Greber hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht.

Der explodierende Frankenkurs hat viel Schweizer Kaufkraft nach Dornbirn gebracht. Man sieht am Wochenende die Schweizer Kunden nicht nur im Messepark, auch in der Innenstadt. Trotzdem will eine solche  Entscheidung wohlüberlegt sein. Und es geht dabei nicht um die Polarisierung Messepark oder Innenstadt, sonst können rasch beide die Verlierer sein, denn mehr und mehr gewinnt der Internethandel an Bedeutung. Das Team um Stadtrat Greber hat sich deshalb die Entscheidung nicht leicht gemacht und hat sich entschieden:
Die Dornbirner SPÖ sagt Ja zur Modernisierung und Erweiterung des Messeparks, will aber gleichzeitig verbindliche Beschlüsse zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt.
Warum Ja zu Messepark?  Wenn ein privater Unternehmer sich zum Standort Dornbirn bekennt und bereit ist, 35 Millionen Euro zu investieren, ist dies sehr zu begrüßen. Was aber sind darüberhinaus die Gründe:
  • Mit rund 900 MitarbeiterInnen ist der Messepark jetzt schon einer der größten Arbeitgeber Dornbirns. Rund 300 neue Arbeitsplätze kommen hinzu.
  • Beinahe 50 Prozent der Unternehmen des Messeparks stammen aus Vorarlberg. Diese müssen wachsen dürfen.
  • Die Cima-Studie des Landes zur Einzelhandelsentwicklung im Rheintal und Walgau besagt, dass bis 2020 für die Region Dornbirn wegen des starken Bevölkerungswachstums rund 20.000 m2 zusätzliche Handelsflächen möglich sind, ohne strukturschädigende Effekte für andere Regionen. Davon würde der Messepark mit seiner Erweiterung um 4.700 m2 nur knapp ein Viertel beanspruchen.
  • Durch die Überbauung der Parkflächen wird kein zusätzlicher Boden verbraucht.
  • Die westliche Stadteinfahrt wird durch die architektonischen Verbesserungen stark aufgewertet.
  • Es entstehen keine zusätzlichen Parkplätze, beim Haupteingang wird ein neuer Busterminal gebaut.
  • Ein Viertel der Messeparkkunden besucht auch die Innenstadt.

Aufwertung der Innenstadt. Wenn die Stadt über 11 Millionen Euro für neue Messehallen ausgibt, muss sie auch bereit sein, kräftig in die Innenstadt und die Aufwertung von Stadtteilzentren zu investieren.Die SPÖ fordert ein Gesamtpaket: Ja zur Messeparkerweiterung, aber gleichzeitig verbindliche Beschlüsse im Sinne der Innenstadt:
  • Rasche Umsetzung der geplanten Neugestaltung der westlichen Innenstadt (Erweiterung der Fußgängerzone)
  • Bau einer zweiten städtischen Tiefgarage, diesmal unter der Schulgasse
  • Senkung der Parkgebühren in der Innenstadt
  • Shuttlebus zwischen Messepark und Innenstadt, Prüfung einer eigenen Busspur auf der Lustenauerstraße
  • Gemeinsames Stadtmarketing von Innenstadt und Messepark: gemeinsame Aktionen und Vermarktung der Marke Dornbirn

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      Mittwoch, 14. Januar 2015

      [ #Hatlerdorf ] Das Rose-Areal erfordert ein städtebauliches Konzept und Mitbestimmung der Bevölkerung

      Stadtrat Greber mahnt zukunftsorientertes Handeln ein:

      • die Ausarbeitung eines städtebaulichen Konzeptes für das Rose-Areal und das Hatler Zentrum
      • die frühzeitige Einbeziehung der Bevölkerung und von SPAR als Nahversorger in den Planungsprozess

      Traditionsgasthof Rose. Durch den Kauf des Rose-Areals hat SPAR die Voraussetzungen für einen größeren und moderneren Markt geschaffen. Auch wenn die Umsetzung nicht schnell erfolgen sollte und es noch eine Übergangslösung für die „Rose“gibt, besteht Handlungsbedarf für die Stadt. Die Stadt muss jetzt vorausschauend handeln und nicht erst dann, wenn bereits ein großes Bauprojekt eingereicht wurde. Die Stadt muss darauf achten, dass das große Areal qualitätsvoll entwickelt wird und öffentliche Interessen mitberücksichtigt werden.

      Bürgersorgen. Im Hatlerdorf gibt es viele BürgerInnen, die sich um die Entwicklung ihres Stadtteiles Sorgen machen. Das Rose-Areal befindet sich im Eingangsbereichzum alten Hatlerdorf, daher ist besondere Sensibilität bei der Planung gefordertund Rücksicht auf das Ortsbild zu nehmen. Es darf hier nicht ein zweiter Schwefel entstehen.

      Fußgängerarchitektur. Angrenzend steht die Hatler Turnhalle, die architektonisch und historisch von hohem Wert ist. Diese darf durch mögliche Bauten nicht erdrückt werden. Derzeit gibt es noch schöne, freie Blickbeziehungen, diese müssen erhalten bleiben. Auch ist wichtig, dass ein breiter Grünstreifen samt Geh- und Radweg von der Volksschule über den neuen Kindergarten bis zur Hauptstraße bei der
      Rose geschaffen wird.

      Nachnutzung. Falls SPAR am neuen Standort bauen sollte, muss sich die Stadt auch Gedanken über die Nachnutzung des bisherigen SPAR-Marktes machen. Es darf nicht zu einer Ansiedlung von Wettbüros und Tattoo-Studios kommen, dies ist für das Hatler Zentrum nicht verträglich.

      Eine Rose für die Bürgerbeteiligung. Stadtrat Gebhard Greber hat seine Forderungen bereits im Stadtrat am 12. August 2014 eingebracht und einen eigenen Tagesordnungspunkt im Stadtplanungsausschuss am 30. September verlangt. Dort wurden erste wichtige Punkte des öffentlichen Interesses festgelegt, sogenannte Baugrundlagen.Mit der Erarbeitung eines solchen Konzeptes besteht die Chance, alle Betroffenen – Stadt, BürgerInnen, SPAR – an einen Tisch zu bringen und gemeinsam eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden.

      Stadtluft macht frei. ⇢  


      Montag, 8. Dezember 2014

      [ #Kanalisation ] Dünne Abwassersuppe kann für Dornbirner teuer werden

      Stadtrat Mag. Gebhard Greber: "Die Versickerung von Regenwasser ist aus vielen Gründen notwendig. Sie muss aber für die Bürger auch bezahlbar sein!"

      Das Land Vorarlberg hat den Gemeinden vorgeschrieben, dass sie Maßnahmen treffen müssen, dass Niederschlagswässer nicht mehr in den Abwasserkanal eingeleitet werden sondern möglichst auf dem Grundstück versickert werden. Bei Neubauten wird dies auch bereits umgesetzt. Anders verhält es sich aber, wenn Grundeigentümer nun nachrüsten müssen. Das kostet unter Umständen viel Geld. Je nach Lage kann das eine Investition für die Betroffenen von 1.000 bis 10.000 Euro sein.

      Sinnvolle Versickerung. Eine stärkere Versickerung der Niederschlagswässer hat mehrere Vorteile und ist notwendig:

      • Die teilweise Überlastung des Kanalnetzes (hydraulische Überlastung) wird reduziert und Kosten im Kanalbau werden gespart, da manche Hauptkanäle nicht ausgetauscht und größer dimensioniert 
werden müssen.
      • Es kommt zu weniger Überstaus im Kanalnetz und somit zu weniger Kellerüberflutungen. Alleine im Jahr 2010 mussten wegen des überlasteten Kanalnetzes bei Starkregen rund 200 Keller in Dornbirn in vielen Feuerwehreinsätzen ausgepumpt werden.
      • Durch eine verstärkte Versickerung sinkt der Grundwasserspiegel nicht mehr weiter wie in den letzten Jahrzehnten, somit ist die Gefahr von Setzungen des Bodens und daraus resultierender 
   Bauschäden geringer.
      • Bei der ARA werden entscheidend Kosten gespart, was sich positiv auf die Kanalgebühren auswirkt.
      • Durch verstärkte Versickerungen wird ein wesentlicher Beitrag für den Hochwasserschutz geleistet, da dann die Bäche, die das Regenwasser aus den Regenwasserkanälen aufnehmen, weniger stark ausgebaut werden müssen.

      Aus der Sicht des engagierten zuständigen Stadtrates Gebhard Greber sind zwei Punkte von der Politik in Stadt und Land in die Überlegungen einzubeziehen:

      1. Niedrigere Abwassergebühren bei Versickerung:Die Vorschreibung privater Versickerungen ist für manche Bürger eine große finanzielle Belastung. Die öffentliche Hand erspart sich dadurch Kosten bei der ARA und in der Dimensionierung der Kanäle.
Daher ist zu diskutieren, ob nicht diejenigen, die eine Versickerung gebaut haben oder bauen müssen, dafür eine niedrigere Abwassergebühr bezahlen müssen.
      2. Förderung des Landes: Das Land fördert mit erheblichen Mitteln den Kanalbau und die Kanalerneuerung der Gemeinden, nicht aber die vorgeschriebenen privaten Hausanschlüsse und Versickerungen. Zu überlegen ist daher ob nicht das Land Vorarlberg auch private Versickerungen als Teil der Gesamtkanalisation fördert, sodass die Kosten für die Bürger, die versickern müssen, sich in Grenzen halten.

      Bürgerinitiative Nachbaurstraße. Schon vor drei Jahren hatte Gebhard Greber diese Vorschläge bei der Stadt und danach mehrfach auch im Stadtrat eingebracht. Leider ist er damit bisher auf taube Ohren gestoßen. Lediglich eine Fristverlängerung von 6 auf 18 Monate bei der Umsetzung der privaten Versickerung konnte im begründeten Einzelfall für die Betroffenen erreicht werden. Eine Bürgerinitiative in der Nachbauerstraße erhebt jetzt in einer Petition an Stadt und Land ähnliche Forderungen.

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