Seiten

Montag, 19. März 2018

[ #Kinder ] Kommunale Bewegungs(t)räume für Kinder


Kinder wachsen heute in einer Umwelt auf, in der die Möglichkeiten des Bewegens, Spielens und Sporttreibens räumlich und strukturell stark eingeschränkt sind. 

Kinder und Jugendliche nehmen diese vorgegebenen Bedingungen jedoch nicht nur passiv hin, sondern gestalteten sie kreativ. Eine kinderfreundliche Stadtplanung sollte diese Prozesse durch das Öffnen bzw. Bereitstellen von Freiräumen aktiv fördern, damit Kinder und Jugendliche ihre motorischen und sozialen Möglichkeiten entfalten können.

Stadtplanung. Die Handlungsmöglichkeiten im Sinne der Bewegungsförderung im Städtebau sind vielfältig: Die Wiederentdeckung "verwahrloster" Grünflächen und Parks und die Öffnung von Brachflächen für Zwischennutzungen sind Beispiele, ebenso wie die Durchführung von Bürgerentscheiden zur Nutzung von öffentlichen Freiflächen und die fußgänger- und fahrradfreundliche Umgestaltung von Stadtgebieten und Innenstädten. Durch eine bessere Durchmischung der Funktionen Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Erholung und Verkehr ergeben sich wiederum kürzere, zu Fuß zu bewältigende Wegstrecken und bewegungsfreundliche Lebensräume ("Walkability"), die sich auf die aktive Alltagsbewegung der Menschen auswirken. Diese Beispiele zeigen, in welcher Weise Stadtplanung präventiv auf Gesundheitsrisiken wirken kann, und Aufgabe der Stadtplanung muss es sein, Lebensverhältnisse zu verbessern.

Gesundheit. Für eine ganzheitliche Gesundheitsförderung in Kommunen ist es deshalb erforderlich, auch die gebaute Umwelt einzubeziehen und die Zusammenhänge von Lebensverhältnissen und Gesundheit zu beleuchten. Neben der Verkehrsberuhigung und Ansätzen, die vermehrt Fußgänger und Fahrradfahrer "auf die Straße bringen", verbreiten sich auch sogenannte Outdoor-Fitnessgeräte, die Jung und Alt zur Bewegung einladen. Auch Gemeinschaftsgärten haben in den vergangenen Jahren in Städten an Popularität gewonnen. "Urban Gardening" findet nicht nur auf Hochhäusern in New York City, sondern auch in deutschen Städten Anhänger. Dabei lassen sich Bewegung im Freien und Wissen über Pflanzen, Gemüse- und Obstsorten miteinander verbinden. Insbesondere Kindern macht Gärtnern Spaß, bringt sie in Bewegung und sie lernen dabei, wie Karotten, Kartoffeln, Äpfel und Himbeeren gesät, gepflegt und wann sie geerntet werden.

Stadtluft macht frei.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen